Win8 & Win2012

So, mittlerweile habe ich mich doch dazu entschieden Windows 8 auf meinen Rechner zu spielen, hingegen den anfänglichen Schwierigkeiten aus meinem Artikel vor knapp einem halben Jahr [link]. Ich stimme zwar immer noch den „Gegnern“ von Windows 8 zu, dass hier alles nicht so wirklich ausgereift ist: ein (laut Microsoft) „veralteter“ Desktop neben dem neuen Metro-Start-Screen, unterschiedliche Computer-Einstellungen für Desktop und Metro-Oberfläche, keine gewohnte Startleiste mehr auf dem Desktop und man muss in die Metro-Oberfläche um ein Programm für den Desktop zu starten (Desktop->Metro->Desktop), wobei die Icons unter Umständen Meilen weit auseinander liegen, etc. pp. … Es ist mehr als schwierig hier einen Spagat zu finden, der allen/allem gerecht wird, sofern dies überhaupt möglich ist.

Ausschlaggebend für meine Entscheidung (doch Windows 8 zu installieren) war schlicht weg die Integration von Hyper-V in das Betriebssystem. Ich habe überlegt Windows 2012 zu installieren, allerdings ohne Antivirenschutz (Win8 hat kostenlos den Defender, ehemals Security Essentials, wohingegen bei den Server-OS immer etwas für teuer Geld gekauft werden muss) war mir das dann doch nicht so gern gesehen. Leider bietet Microsoft im MSDNAA ja nicht gleich auch Antivirenschutz für die Serverbetreibssysteme :-(

Aber wieso Hyper-V? Nunja, ganz klare, erste Aussage: Weil ich’s kann. Die 16 GB RAM in meinem Rechner lagen immer nur – mehr oder minder – brach dar. Wenn ich tatsächlich mal 7-8 GB davon in Gebrauch hatte war das verdammt viel und auch nur, weil ich den Firefox nicht neu gestartet habe, welcher einfach mal 3-4 GB RAM belegte… Der zweite Grund war ein Artikel in der c’t über Qube-OS: Virtualisierte Desktops auf einem Linux-OS, in welchem die Programme (ähnliche dem XP-Mode bei Windows 7) in das Hostsystem „fließend“ integriert sind. Der Vorteil liegt klar auf der Hand, dass die einzelnen Gastsysteme (laut dem Artikel prinzipiell beliebig viele) nicht untereinander und auch nicht mit dem Gastsystem kommunizieren können, wenn man dies nicht explizit will. Somit kann man alle möglichen Bereiche trennen: Social Life, Banking, „Surfen im Internet“, Programme testen, usw. parallel laufen lassen ohne das man Gefahr läuft sich wegen eines test-weise, installierten Tools, oder wegen einer kritischen Sicherheitslücke in Java Viren, Würmer und Trojana auf sein System zu holen und dabei dann noch die sensiblen Bankdaten eingibt. Leider integrieren sich die virtuellen Windows-Maschinen nicht so schön in mein Hostsystem, aber die paar Monitoren haben hier gut Abhilfe geschaffen, sodass auf jedem ein anderer Bereich ist. Windows hat bei der Virtualisierung aber auch nachgelegt. So kann man virtuellen Windows 8 und 2012 Rechnern nun dynamisch RAM zuweisen (mindestens xx – maximal yy MB darf die VM haben). Hierdurch verbrauchen die Win8-VMs wesentlich weniger RAM als meine virtuellen Windows 7 Maschinen, denen der RAM nur statisch zugewiesen werden kann. Dennoch habe ich bei 5 gleichzeitig laufenden virtuellen Maschinen noch knappe 6 GB RAM frei…

Da das alles so gut geklappt hat, hab ich mir dann mal das Windows 2012 installiert. Als Hostsystem wäre mir dieses zwar lieber gewesen, aber wegen oben genannter Gründe dann doch nur als VM. Erster Eindruck: Oha, das ist ja genauso bunt wie das Windows 8… Hier hab ich mich ja ein klein wenig daran gewöhnt, nachdem ich umgestiegen bin und so schlimm ist es dann ja doch nicht. Aber auf einem Server? Wenigstens startet hier zuerst der Server-Manager und nicht der Start-Bildschirm. Ansonsten würde wohl jeder Windows-Admin irgendwann Amok laufen. Die Installationen der Features gehen wie gewohnt einfach von Hand, genauso die Einrichtung. Wer alles detaillierter und kontrollierter in der Hand haben will, nimmt sich die Windows PowerShell. Zum Reinschnupper und Testen hatte ich hierauf aber diesmal keine Lust und wollte außerdem sehen, was die neue „buntische“ GUI so alles kann. Hier ist doch einiges hinzugekommen, wie ich auch heute in einem kleinen Artikel in der c’t zu meiner Bestätigung lesen konnte. Probleme hat bei mir aber irgendwie der WDS gemacht:

Die Windows 8 Installation über den WDS brach nach dem Expandieren der Dateien immer mit dem Fehler 0xC0000005 (Unerwarteter Fehler bei der Windows-Installation, stellen Sie sicher, dass auf die Installationsquelle zugegriffen werden kann und starten Sie die Installation neu…) ab. Google und Foren sagten: Hardware defekt, Festplatte oder Ram. Hm, bei einer VM, wobei der Host ohne Probleme läuft, Windows 7 über den WDS installiert und der Rechner sonst keinerlei Probleme hat? www.schulnetz.info hatte hier eine Idee, bzw. eine mögliche Ursache in Artikel zu div. WDS Fehlermeldungen: der RAM. Aber nicht, dass dieser defekt sei, sondern schlicht zu klein dimensioniert. Vielleicht die Hyper-V-Einstellung des dynamischen RAMs, da diese auf 512-6144 MB stehen? Nope, auch das Umstellen auf Statisch 4096 MB hat keinerlei Änderungen gebracht und es kam immer noch die gleiche Fehlermeldung. Die Lösung war recht simpel: Das Startabbild selbst war der Fehler, welches mit einem Windows 7 Image erstellt wurde. Hier schlicht und ergreifend ein neues Startabbild (das von Windows 2012 oder Windows 8 selbst) einspielen und schon klappt alles ohne weitere Probleme…

 

PS: Und wer sein Startmenü immer noch vermisst: Einfach Windows 7 als VM installieren ;-)

2 Gedanken zu „Win8 & Win2012

  1. Eigentlich wollte ich ja nur über den 0xC0000005 Fehler schreiben, da ich mich im Internet irgendwie zuerst zu Tode gesucht habe ohne Erfolg… Als ich den pc12-99 heute Mittag aber installieren wollte kam mir die Idee mit dem neuen Startabbild und es hat geklappt :-) Sollten andere diesen Fehler haben, könnte ich ihnen hiermit ja vielleicht helfen. Aber das ganze musste ja noch ein wenig abgerundet werden… :-D

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